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DIG Deutsche Internetinkasso

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Das Forderungsmanagement - oder auch Inkassounternehmen genannt - blickt auf eine lange Geschichte in seiner Entwicklung zurück: schon im Jahre 1872 wurde das erste Unternehmen dieser Art gegründet und ist heute aus der modernen Geschäftswelt nicht mehr weg zu denken. Unter einem "Inkassounternehmen" versteht man Firmen, die sich mit der Beitreibung von Schulden aller Art - dem "Inkasso" - beschäftigen, und dieses findet außergerichtlich statt.

Besonders mittelständische - aber natürlich auch große Unternehmen - sehen sich- zunehmend in der heutigen Zeit - der Notwendigkeit gegenübergestellt, ein Inkassobüro mit der Eintreibung ihrer offenen Forderung - dem Inkasso - zu beauftragen. So haben auch viele Firmen eine eigene Abteilung, die sich ausschließlich mit den Themen "Inkasso" , "Forderungsmanagement" und "Forderungseinzug" beschäftigt, um dann "ihr" Inkassobüro mit der Beitreibung des Inkasso, also der offenen Forderungen, zu beauftragen.

So besteht das Arbeitsgebiet eines Inkassounternehmens darin, Schulden und auch alle anderen Forderungen eines beauftragenden Unternehmens einzutreiben. Es fungiert in dieser Eigenschaft als Mittler zwischen Schuldner und Gläubiger im Sinne des Unternehmens, das dieses Inkassounternehmen mit der Wahrnehmung ihrer Forderungsinteressen beauftragt hat, um - im günstigsten Fall - den Einzug der Forderungen zu erreichen. Zwischen der Firma, die einem Inkassounternehmen den Auftrag erteilt und diesem besteht eine direkte Rechtsbeziehung durch einen Vertrag.

Ein Unternehmen, das so im Forderungsmanagement tätig ist, benötigt eine behördliche Erlaubnis, um seine Tätigkeit ausüben zu können! So haben die Firmen, die ein Forderungsmanagement mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragen, die Gewissheit, dass die gesamte Abwicklung der Beitreibung des Inkasso auf einer legalen Grundlage basiert.

Generell unterscheidet man beim Inkasso zwei verschiedene Möglichkeiten: a) ein Unternehmen(= Gläubiger) tritt an eine Inkassofirma heran, mit dem Auftrag, dieses solle sein Inkasso bei dem Schuldner beitreiben. Hier erteilt dann der Auftraggeber der Forderungsmanagementfirma eine Handlungsvollmacht. Falls nun die Inkassofirma mit dem Einzug der Forderungen erfolglos bleibt, trägt in diesem Fall der Unternehmer das Risiko.

b) Ein Unternehmer kann auch sein Inkasso an ein Inkassounternehmen verkaufen, das heißt abtreten; hier liegt dann das Risiko, dass der Forderungseinzug erfolglos verläuft, beim Inkassounternehmen.

Die Inkassounternehmen übernehmen alle Aufgaben, die sonst der Gläubiger erledigen müsste. So mahnen sie den Schuldner auf verschiedene Weise, sei es brieflicher, persönlicher oder telefonischer Natur. Sie kümmern sich ebenfalls um die Mahn/ oder Vollstreckungsbescheide und setzen diese durch.

Nach Vorliegen eines Urteils( das heißt, es wurde ein vollstreckbarer Titel erwirkt), betreiben sie auch die Zwangsvollstreckung in Zusammenarbeit mit einem Gerichtsvollzieher - gegebenenfalls auch die Pfändung. Sie kümmern sich um die Verhandlungen bei Ratenzahlungen oder vereinbaren einen Vergleich - kurz, sie verhelfen unter Ausschöpfung aller gesetzlichen Möglichkeiten und Maßnahmen ihrem Auftraggeber zu seinem Recht, sein Inkasso durchzusetzen.

In Deutschland werden derzeit etwa 750 Inkassobüros mit behördlicher Zulassung betrieben. Das generelle Schuldenaufkommen ist gewaltig. Man nennt in Fachkreisen Zahlen bis 23 Milliarden Euro. Den Inkassobüros gelingt es, davon ca. vier Milliarden Euro den Firmen wieder zu zuführen. Bei aktuellen Forderungen liegt die Erfolgsquote sogar bei rund 50% - dies ist wohl auch der Grund, warum die Zahl der Inkassounternehmen stetig wächst.

So ist doch diese Art der Dienstleistung - gerade bei mittelständischen Unternehmen - nicht mehr weg zu denken. Ein Unternehmer muss sich auf seinen eigenen Geschäftsbereich fokussieren können, und es ist ihm - gerade auch bei der Vielzahl der gesetzlichen Ausgestaltungen in diesem Bereich - nicht möglich und auch nicht zumutbar, sich um das Inkasso zu kümmern, da dies unweigerlich die Vernachlässigung des Tagesgeschäftes nach sich ziehen würde.

Inkassounternehmen - auch Forderungsmanagement genannt - helfen als Dienstleistungsunternehmen mit langer Tradition und Erfahrung den mittelständigen und großen Unternehmen, die naturgemäß ein größeres Aufkommen des Inkasso haben als kleiner Unternehmen, ihren Wettbewerb auszubauen und zu festigen und damit ihre Geldmittel zu sichern.